Unterschied zwischen E-Bike und Pedelec


Was ist der Unterschied zwischen E-Bike und Pedelec? Die Begriffe werden häufig Synonym verwendet. Die Bezeichnung “Pedelec” wird nicht vom Gesetz definiert und auch bei E-Bikes gibt es im Zulassungsrecht keine einheitlichen Beschreibungen. Gemeinsam haben sie einen Elektro-Motor. Dieser macht einem das Radfahrer-Leben um einiges leichter.

Ein weiterer Pluspunkt: man tut sich und der Natur etwas Gutes! Die Zahl der E-Bikes ist 2021 um 1.2 Millionen gestiegen. Damit gibt es insgesamt 7.1 Millionen Fahrräder mit Elektroantrieb in deutschen Privathaushalten.

Unterschied zwischen E-Bike und Pedelec

Der Unterschied zwischen ihnen ist eine wichtige Frage, da sich die unterschiedlichen Modelle von Fahrrädern mit Motor an verschiedene Nutzer richten. Auch die Regeln unterscheiden sich stark.

Hier habe ich für dich eine kurze Übersicht zusammengestellt, in der die wichtigsten Fragen beantwortet werden. So kannst du gut informiert deine Entscheidung treffen.

E-Bike – müheloses Radfahren

Ein E-Bike fährt auf Knopfdruck auch ohne Pedalunterstützung. Wird hierbei eine Geschwindigkeit von 6 km/h überschritten, gelten die E-Bikes nicht mehr als Fahrräder. Auf jeden Fall gelten sie als Kraftfahrzeuge und benötigen ein Nummernschild.

Ihre Fahrer müssen über einen Mofa Führerschein verfügen und bei schnelleren Modellen eine Fahrerlaubnis der Klasse vorweisen können.

Kurzum, das Tragen eines geeigneten Helms ist Pflicht. Die E-Bikes, die allein durch ihren Motor bis zu 25 km/h schnell werden können, dürfen Sie außerorts auf Radwegen fahren.

Es werden drei unterschiedliche Klassen von E-Bikes unterschieden, bei denen verschiedene Regelungen gelten:

  • Geschwindigkeit bis 20 km/h
    Es gilt Mindestalter von 15 Jahren, Mofa Führerschein und Kennzeichen sind notwendig. Es herrscht allerdings keine Helmpflicht.
  • Geschwindigkeit bis 25 km/h
    Ab dieser Geschwindigkeit zählt das E-Bike offiziell zu den Mofas und unterliegt den gleichen Bestimmungen. Das heißt: Es gibt eine Helmpflicht.
  • Geschwindigkeit bis 45 km/h
    Hier gilt ein Mindestalter von 16 Jahren, zusätzlich sind ein Rollerführerschein und Kennzeichen notwendig. Die Helmpflicht greift hier selbstverständlich ebenfalls.

Pedelec – ein geeigneter Alleskönner

Die meisten Fahrräder, die du im Handel findest, sind Pedelecs. Das ist die Abkürzung für Pedal Electric Cycle.

Der Begriff Pedelec konnte sich nicht durchsetzen. Häufig sprechen wir von einem E-Bike, meinen aber ein Pedelec. Der Elektro-Motor unterstützt den Radfahrer nur, wenn er in die Pedale tritt. Es sind also die Muskelkraft und der Motor gemeinsam, die für das Vorankommen des Fahrrads sorgen.

Dabei kann man ganz individuell entscheiden, wie sehr der Motor einem unter die Arme greift. Diese Unterstützung ist häufig auf 25 km/h begrenzt. Auf jeden Fall kannst du diese aber auch ausschalten.

Darum gelten Pedelecs als Fahrräder und sind nicht zulassungspflichtig. Es können problemlos Anhänger und Kindersitze montiert werden.

Es gibt kein offizielles Mindestalter für das Fahren eines Pedelecs. Da aber mehr technisches Verständnis als bei Fahrrädern erforderlich ist, rät der ADAC zu einem Mindestalter von 14 Jahren.

Man muss sich etwas daran gewöhnen, dass die Tretunterstützung nur dann aktiv ist, wenn man in die Pedale tritt.

Du wirst also etwas langsamer, sobald du aufhörst zu treten. Ein Helm ist keine Pflicht. Doch du sollest aber einen tragen. Du solltest außerdem prüfen, ob ein Pedelec von deiner privaten Haftpflicht abgedeckt wird. Dies ist häufig der Fall. Weitere Versicherungen sind nicht notwendig.

Pedelecs werden unter bestimmten Voraussetzungen rechtlich als Fahrräder behandelt:

  • maximale Nenndauerleistung : 250 Watt
  • steigt die Geschwindigkeit nimmt die Tretunterstützung ab
  • fährt das Pedelec schneller als 25 km/h schaltet sich der Motor ab
  • die Anfahr- oder Schiebehilfe darf 6 km/h nicht überschreiten

Pedelecs bis 45 km/h

Es gibt auch Pedelecs, die bis zu 45 km/h schnell fahren. Diese werden auch S-Pedelecs genannt.

Sie gelten aufgrund ihrer Trittunterstützung bis 45 km/h nicht mehr als Fahrräder. Sie zählen zu den Kleinkrafträdern und brauchen ein Kennzeichen und der Fahrer benötigt einen Führerschein der Klasse AM.

Diese ist im klassischen KFZ Führerschein enthalten. Es dürfen keine Radwege mit einem S-Pedelec befahren werden.

Es wird die Alkoholgrenze für Autofahrer angewendet. Ein Helm ist ebenfalls Pflicht. Um eine Zulassung zu erhalten, muss das S-Pedelec ebenso über einen Rückspiegel, ein Dauerlicht und eine Hupe verfügen.

Dies gehört inzwischen häufig zur Standard-Ausstattung. Wenn du einen Kindersitz benutzen möchtest, muss dieser dafür zugelassen sein. Die Änderung muss auch in die Typengenehmigung eingetragen werden.

Versicherung beim E-Bike und Pedelec

Wenn du dich zwischen einem E-Bike und einem Pedelec entscheiden musst, solltest du die Kosten für Versicherungen nicht außer Acht lassen. Die Fallen ebenfalls für ein S-Pedelec an.

Außerdem musst du dich um die Anmeldung kümmern. Mit einem Pedelec bis 25 km/k kannst du sofort losfahren.

Ein E-Bike kommt infrage, sobald du besonders weite oder anspruchsvolle Strecken zurücklegen möchtest. Das schnelle S-Pedelec kommt für solche Wege ebenfalls in Betracht, du musst aber noch selbst in die Pedale treten.

In diesem Fall solltest du deine Sportlichkeit berücksichtigen und dein Ziel. Musst du direkt bei der Ankunft im Büro eine Präsentation halten?

Dann hast du vielleicht lieber etwas mehr Unterstützung von einem E-Bike nötig, damit du entspannt ankommst. Oder sollen die Kinder in die Kita gebracht werden und dann geht es wieder zurück nach Hause? In diesem Fall ist ein Pedelec wahrscheinlich eine gute Wahl.

Überblick über E-Bike, Pedelec und S-Pedelec

E-BikePedelecS-Pedelec
Motorenunterstützung20/25/45 km25 km45 km
Motorleistung4000 w / 25km250 w4000 w
UnterstützungOhne tretenBeim tretenBeim treten
Betriebserlaubnis notwendigjaneinja
Kennzeichen notwendigjaneinja
FührerscheinMofaprüfbescheinigung (20/25 km/h)neinJa Klasse AM oder B
Klasse AM oder B (45 km/h)
Mindestalter15 Jahre (20/25 km/h) nein16 Jahre
16 Jahre (45 km/h)
RadwegeJa bei Freigabe für Mofas (20/25 km/h)janein
verboten (45 km/h)
Kindersitz / Anhängerzulassungspflichtigjazulassungspflichtig

Unterschied zwischen E-Bike und Pedelec: Technische Besonderheiten

Gemeinsam haben E-Bike und Pedelec die Technik. Dadurch sind sie anfällig für Probleme, die man vom Fahrradfahren bisher nicht kannte.

Es kann zu Problemen mit den Akkus oder der Software kommen. Denn auch die Verkabelung kann durch unsachgemäße Handhabung eine Beschädigung bekommen.

Und wenn er kälter wird, haben die Akkus weniger Reichweite. Wenn das E-Bike oder Pedelec im Winter längere Zeit draußen steht, solltest du den Akku an einem wärmeren Ort aufbewahren.

Viele Hersteller empfehlen, eine Temperatur von 10 Grad nicht zu unterschreiten. Zusätzlich sollte der Akku während der Lagerung nicht vollständig geladen sein.

Ideal sind 40-60 Prozent.

Quellen:
Zahlen der E-Bikes
Pedelec & E-Bikes
E-Bike
Unterschiede
Pedelec
Alkoholvorschriften
Fahrrad-Tipps